S10 Blast TC Clubracer (ohne Karo und Reifen) von LRP
Wohl die günstigste Variante am FCA in der Klasse TW HobbyStock teilzunehmen bietet im Moment LRP.
Preislich liegt der Clubracer klar unter dem Tamiya TT-01E und dem HPI E10, wobei hier zu beachten ist, dass die beiden Konkurrenten zu mindestens mit Motor und Rädern, oder sogar RTR, daherkommen. Nur mal ehrlich, braucht man die Blechdose, die Baukastendrifträder oder die lowcost RTR Funke, wenn man schon geraume Zeit an Rennen teilnimmt? Also ich brauchs nicht, wobei wenn wer auf RTR steht, muss man sagen, dass hier LRP mit der Zeit geht und der RTR Version eine brauchbare 2,4GHz Fernsteuerung beilegt.
Was bekommt man bei Clubracer für sein Geld?
- Einen Onroad Elektro Tourenwagen im Maßstab 1/10 (ohne Räder und Karosserie)
- Komplett Kugelgelagert
- Voll einstellbares Fahrwerk für perfektes Handling
- CVD Kardanwellen vorne
- Stahl-Spider Differentiale vorne und hinten
- Vorderer und hinterer Stabilisator
- Extra großvolumige Gewinde "Big Bore" Stoßdämpfer mit 4-Loch Kolbenplatten für maximale Haftung auf jedem Untergrund
- Wartungsarmer Kardanantrieb
- Robustes Wannenchassis für besten Schutz der Elektronikkomponenten, perfekte Gewichtsverteilung und einfache Wartung
- Akkuhalterung vorbereitet für den Einsatz von LiPo und NiMH Akkus
- Links/Rechts Gewinde-Spurstangen/Querlenker vorne und hinten
- Blau eloxierte Aluminium Schwingenhalter und Motorhalter
Und das Ganze ist auch noch vormontiert (ARR). Darum sucht man wohl auch eine Bauanleitung vergeblich und muss sich mit Explosionszeichnungen zufrieden geben. Das Beschreibungs"buch" gibt weiters Auskunft über sämtliche S10 Geschwister, Fernsteuerung usw. und ein uralt LRP Katalog ist wie üblich auch beigepackt. Was ich aber nett finde, dass obwohl keine Karo dabei ist, wenigsten ein paar "Blue is Better" Aufkleber beigelegt sind ;)
Bezüglich der Qualität der verwendeten Materialien braucht sich der S10 nicht verstecken, die Fertigungsqualität würde ich aber unter der von Tamiya und HPI einordnen.
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S10 Blast TC von LRP
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S10 hier schon mit Elektronik und Rädern
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Erste Eindrücke:
Beim Auspacken habe ich festgestellt, dass einer der Sechskantmitnehmer für die Felgen dünner ist als die andern drei, deshalb auch der Vorwurf wegen der Fertigungsqualität. Mir ist dies aber egal, da ich sowieso klemmbaren Alumitnehmer benutze, damit beim Reifenwechsel der Sechskant nicht in der Felge stecken bleiben kann und sich somit der Mitnehmerstift selbstständig macht.
Die verbauten Stabis sind ohne Modifikationen mehr Zierde, als funktionstüchtig, da diese mehr rumwackeln, als irgendetwas zu stabilisieren. Vielleicht ist es bei den optional erhältlichen dickeren Stabis besser, nur habe ich nicht vor mir diese zuzulegen. Deshalb sorgt eine, von mir verbaute, dünne Hülse, an den mitgelieferten Stabis, für perfekten Halt und somit auch für die stabilisierende Wirkung.
In den "Big Bore" Dämpfer ist zwar Öl, aber keine Membran, somit bekommt man die nicht luftfrei. Weiters gefallen mir diese, zwar kurzen, Monstertruckdämpfer an dem Tourenwagen sowieso nicht, weil man eigens die LRP Tuningfedern in verschiedenen Härten kaufen müsste, um verschiedene Setups testen zu können. Da ich sowieso nicht vorhabe mit dem S10 in der HPI-LRP Challenge mitzufahren und deshalb die Dämpfer nicht tauschen dürfte, kommen einfach Dämpfer von Yeah Racing drauf. Die haben eine Membran, schauen nicht so wuchtig aus und ganz wichtig: ich kann die vorhandene Federn nutzen.
So genug gelästert, um den Preis ist das Auto echt okay, alles drin was man braucht, sogar die Lenkung ist kugelgelagert, genug Einstellungsmöglichkeiten sind vorhanden, um das Auto an Strecke und Fahrweise anpassen zu können. Wenn wir schon bei Fahrweise sind, der TC schaut echt robust aus. Dies ist aber auch nicht verwunderlich, da er auf der gleichen Plattform wie der BX (Buggy), TX (Truggy) und MT (Monstertruck) aufbaut.
Ob sich der erste Eindruck auch im Renneinsatz bestätigt, oder das Ding nicht renntauglich ist, wird das nächste FCA Rennen zeigen.
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